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Donnerstag, 6.4.2006
Anreisetag
Flug von Zürich (Abflug 20:55 Uhr) nach Casablanca – raus
aus dem Flieger und erster Gepäckslauf quer durch
den Flughafen. Der Anschlussflug nach Quarzazate wartet
nur auf uns!
Ankunft am Flugplatz in Quarzazate um 01:30 Uhr – Passkontrolle – warten
bis alle durch sind – das alles zieht sich ganz schön
hin.
Um 03:00 sind wir endlich im Hotel „la Gazelle“ gelandet
(in Marokko ist bereits Sommerzeit – also Uhren
2 Stunden zurückstellen).
Endlich schlafen – Gott sei Dank können wir
diesen Morgen ausschlafen!
Freitag, 7.4.2006
10:00 Abfahrt mit Bussen
ins Camp – 5
Stunden mit dem Bus mitten in die Wüste. Dann – nach
einer ewig anmutenden Warterei in der Wüstenhitze
- werden wir mit Militär-LKWs eine halbe Stunde weiter
in die Wüste zum Camp transportiert.
17:30 Ankunft im Camp – Zuteilung
zum Zelt Nr. 60 mit 3 Schweizern (Reto, Ignatios, Peter)
und 3 Deutschen (Wolfgang, Christian, Ilona).
20:00 Sonnenuntergang – hundemüde – habe
schon die vorige Nacht sehr schlecht geschlafen und eigentlich
immer Kopfweh (Schlafmangel). Der
Untergrund im Zelt ist steinig, ich habe keine Schlafmatte.
Meine Hüftknochen schmerzen teuflisch. Auf Bauch oder
Rücken
kann ich nicht schlafen.
Samstag, 8.4.2006
Ich drehe mich die ganze Nacht hin und
her und stehe um
05:30 Uhr völlig demoralisiert und
mit Kopfweh auf (nehme 1 Kopfwehtablette). Der Morgenschiss
in der von den Berbern gegrabenen Toilette ist ok und eine
Erleichterung.
09:00 Frühstück im Camp (von
Veranstalter gestellt) und danach 20-30 mal Rucksack/Reisetasche
einpacken – auspacken – umpacken – neu
packen!!!
13:00 findet die gefürchtete Kontrolle
statt. Zu den auszufüllenden Vordrucken (Liste der
Ausrüstungs-, Bekleidungs- und Pflichtgegenstände)
heften wir (deutschsprachigen Teilnehmer) unsere Liste
der mitgeführten
Nahrung (mit Angabe der Kalorien)! Für
uns ist diese Kontrolle nach 5 Minuten erledigt!!! Nicht
einmal unsere Rucksäcke mussten wir öffnen! Die
Reisetaschen haben wir abgegeben – diese gehen nach
Quarzazate zurück.
14:00 – 20:00 Sandsturm – grauenhaft. Alles
ist voller Sand. Die offenen Berberzelte bieten so gut
wie keinen Schutz! Der Sand ist buchstäblich überall!
Das Abendessen findet letztmalig für alle Teilnehmer
im Camp statt! Das Essen ist super und reichlich, leider mit sehr viel Sand
durchsetzt.
Sonntag, 9.4.2006 - 1.
Wettkampftag
28 km/4´57´´ - 41° Celsius - 6
% LF - 12 Ausfälle
Endlich Laufen! Mir tut noch alles weh
von der vergangenen Nacht.
05:30 Tagwache – Morgenschiss.
Frühstück:
Kaffee und „Starter“,
1 Riegel
09:00 Start nach viel französischem
Trara!
Bin bereits im CP1 (nach 12,5 km in 2 Stunden!!!)
ziemlich ausgelaugt! Beim Anstieg im felsigen Gelände, kurz nach CP1 bekomme
ich Krämpfe in beiden Waden und gerate beinahe in Panik. Ich bemerke noch
rechtzeitig, dass ich kurz vor dem Kollaps bin und setze mich kurz – nehme
Salztabletten (zu viele – die ganze ausgeteilte Ration). Gott sei Dank
erhole ich mich langsam und kann meinen Weg fortsetzen. Langsam geht es mir
wieder besser. Ich erreich CP2 (bei 21 km) in der 3. Stunde.
Der Rest ist ziemlich anstrengend – durch die
vielen Salztabletten ist mein Durst beinahe unstillbar. Ich muss mir das Wasser
sehr genau einteilen und komme mit sehr viel Durst nach 4 Stunden 57 Minuten
im Ziel an! Von den 4,5 Litern Wasser trinke ich beinahe „ex“ 2
Liter und nehme sofort Magnesiumtabletten!
Ich bin deprimiert, habe Muskelkater in den Waden
(von den Krämpfen) und kann mir nicht vorstellen, wie es weitergehen soll.
Peter und Reto sind sehr zuversichtlich und bester Laune. Sie sind kurz vor
mir eingetroffen und haben das Ziel mit einem Endspurt erreicht.
19:30 Es gibt noch eine
Flasche (1,5 Liter) Wasser – ich bin gerettet!!!
Das baut mich unheimlich auf! Ich habe genug Wasser bis
zur Ausgabe der nächsten 1 ½ Liter am Morgen!
Erklärt
wird diese zusätzliche Ration mit den Tagestemperaturen
von 41,5 ° Celsius und der überaus niedrigen Luftfeuchtigkeit.
Montag, 10.4.2006 - 2. Wettkampftag
35 km/5´57´´
Halbwegs gut geschlafen – Frühstück mit
Kaffee, Buffer, Riegel und Beef – bin optimistisch!!!
09:00 Start – Es ist schon einigermaßen
heiß (hat auch Nachts nicht abgekühlt). Peter
und Reto ziehen davon, Ignatios stürmt ebenfalls davon.
Es geht gleich relativ steil bergauf und ich verliere „meine“ Schweizer
aus den Augen. Ich bin vorsichtig wegen der gestrigen Krämpfe
und versuche mich nicht zu verausgaben, trotzdem aber den
Anschluss nicht zu verpassen. Das Magnesium scheint zu
wirken! Beim CP1 (12 km nach ca. 2 Stunden) beschließe
ich bis CP2 eine Laufetappe einzuschieben. Das klappt
sehr gut und ich komme in einer super Verfassung im CP2
an. Es gibt ausnahmsweise 2 Flaschen Wasser, da die Temperaturen
schon wieder bei 39,5 ° liegen. Die Hitze macht mir
komischerweise absolut nicht zu schaffen.
Die letzte Etappe (ebenfalls 12 km) geht nun durch
die Dünen. Ein ziemlich starker Sandsturm, der teils seitlich, teils von
Vorne kommt, ist sehr kräfteraubend. Ich habe mich meinem e-mail-Freund
Ralf angeschlossen, den ich bei CP2 getroffen habe. Er hat schon bald einen
Leistungseinbruch und ich ziehe ihn mit bis ins Ziel. Ankunft nach 5 Stunden
57 Minuten.
Es ist noch niemand im Zelt 60!!!
Ich suche mir einen guten Platz aus und mache mich breit.
Nach ca. einer halben Stunde kommt Ignatios, dann Reto
und etwas später Peter. Nach und nach trudeln alle
ein – Zelt 60 ist auch heute wieder vollständig!
Ich habe an beiden Fersen eiergroße Blasen - steche
sie auf und mache jeweils ein Compeed drauf – mal
sehen!
Dienstag, 11.4.2006 - 3. Wettkampftag
38 km/7´00´´
Die Blasen von
gestern sind auf den ersten Kilometern sehr schmerzhaft.
Besonders eine, die ich gestern gar nicht bemerkt habe
(Fußballen
li) scheuert gewaltig. Nach ca. 5 km spüre ich wie
die Blase platzt. Das ist eine riesen Erleichterung – nun
geht’s besser! Ich versuche die restlichen Blasen
und Scheuerstellen zu ignorieren und ausgeglichen zu laufen.
Jetzt ja nicht krumm daherkommen und Knie- oder Hüftschmerzen
riskieren! Es ist sehr heiß heute (ich messe 43°C)
und es sind zwei unbarmherzige Anstiege zu bewältigen.
Sehr viel – glühendheißer – Sand.
Bei diesen Anstiegen kann ich meinen Puls sehr gut kontrollieren
und hänge mich in den steilsten Passagen in die Fußstapfen
eines Kollegen vor mir. Ignatios, der sich mir angeschlossen
hat, fällt zurück.
Ich bin Weltmeister im Wasser einteilen. Ich habe
mir angewöhnt (nur) alle 15 Minuten zu trinken. Das bewährt sich
für den gesamten Wettbewerb außerordentlich gut. Diese „Belohnung“ von
Viertelstunde zu Viertelstunde wird mein Ziel und mein Körper sehnt sich
diesen paar Schlucken Wasser (das vermutlich ebenfalls 40°C hat) entgegen.
So muss ich mich nicht mit dem – eine Ewigkeit entfernten – Etappenziel
beschäftigen. Die vor mir liegenden Ebenen sind endlos. Ein bereits sichtbarer
CP scheint in 20 Minuten erreichbar, tatsächlich ist er aber für
mich noch 2,5 Stunden entfernt. Also: Wasser einteilen und sich auf den Ablauf
der nächsten 15 Minuten freuen.
Nach dem CP3 (6 km vor dem Camp) bin ich restlos ausgelaugt.
Ein Berber am Wegrand holt mir einen Eimer Wasser aus einem Brunnen und ich
tauche meine Kopfbedeckung ein und lege mir das kühle Tuch auf! Es ist
unbeschreiblich, herrlich! Das Wasser erfrischt mich nur kurzfristig, sodass
ich um 15:40 Uhr (nach 7 Stunden) total erschöpft im Camp eintrudle. Ich
bin wieder der Erste im Zelt!!! Ignatios trifft nach einer Stunde ein, Reto
etwas später, und Peter trudelt erst um 20:00 Uhr - total erschöpft
- ein.
Meine Füße sind (genauso wie die meiner
Zeltgenossen) voller Blasen. Ich habe absolut keine Lust zu den Doc-Trotters
zu gehen und bearbeite meine Füße wieder selbst. Mit einem etwas
schlechten Gewissen steche ich sämtliche Blasen auf und desinfiziere sie
so gut wie möglich. Sand kommt natürlich immer in die offenen, feuchten
Stellen. Wird schon gehen!
Mittwoch, 12.4.2006 - 4. Wettkampftag
(Non-Stop-Etappe)
78 km/ wird aufgrund der Ausfälle und der außergewöhnlichen
Hitze auf 57 km verkürzt
Diese „Angstetappe“ möchte
ich unbedingt durchlaufen (d.h. nicht irgendwo schlafen,
nicht kochen)! Die ersten 30 km (3 CP`s) spule ich ohne
wirkliche Anstrengung herunter und kann es kaum glauben,
wie frisch ich im CP3 noch bin. Auch CP4 erreiche ich noch
einigermaßen frisch! Dort fasse ich meinen Leuchtstab
aus, quatsche kurz mit Ralf (der ist so gut drauf, dass
ich ihn bitte mit seinem Kollegen loszulaufen – ich
möchte alleine laufen) und mache mich dann alleine
auf den Weg.
Die Nacht bricht herein und es wird ziemlich
dunkel. Einige Teilnehmer vor mir haben entweder keinen
Leuchtstab, oder sie wissen nicht wie er aktiviert wird.
Ich versuche mich an zwei junge Franzosen anzuhängen,
die zwar keine Stirnlampe eingeschaltet haben, trotzdem
aber recht gut zu sehen scheinen. Sie schlagen ein ziemlich
forsches Tempo an und ich bleibe bis zur totalen Erschöpfung
dran. Meine Füße schmerzen bestialisch. Mehrmals
trete ich mit diesen wunden Zehen und Ballen gegen Steine
und der Schmerz raubt mir fast den Verstand. Ich schreie/fluche
meine Qual mehrmals in die nun vollmondhelle Nacht hinaus.
Die beiden Franzosen sind inzwischen zu schnell für
mich geworden, und ich orientiere mich an anderen Lichtpunkten
und halte die Richtung. Inzwischen bin ich so langsam,
dass ich von 3-4 anderen Läufern überholt werde.
Macht nichts – nur nicht stehen bleiben!
Um 21:10 Uhr (!!!) komme ich nach 11,5 Stunden wirklich
total erledigt im Camp an. Ich kann die 3 Wasserflaschen kaum zum Zelt tragen – mache
mir einen doppelten Refresher, esse noch ein Paar Landjäger – und
lege mich in den Schlafsack. Meine Füße pochen so unerträglich
bei jedem Herzschlag, dass ich eine Voltaren 50 nehme um einschlafen (oder überhaupt
schlafen) zu können.
Aber: Ich habe die „Non-Stop“ Etappe bewältigt – und
ich kann noch gehen!
Meine Füße
schauen schrecklich aus, aber ich weiß, dass Schmerzen
auch Ansporn sein können. Man kann in sie hineinlaufen
oder sie ignorieren. Solange die Schuhe an die Füßen
passen, kann man auch gehen! Gute Nacht.
Donnerstag, 13.4.2006 - 5.
Wettkampftag (Ruhetag)
Nachts ist das gesamte Zelt 60
(nach und nach) eingetrudelt! Nein – Stopp – Peter
fehlt noch! Der trifft im Laufe des Vormittags
ein, legt sich gleich nieder und schläft mal 3 Stunden.
Wie er später erzählt, hat er in der Nacht in
CP3 einige Stunden geschlafen und ist dann bei Tagesanbruch
ziemlich gemütlich weitergelaufen.
Heute ist ein
Tag um seine Wunden zu lecken. Fußpflege hat obersten
Vorrang. Unser gesamtes Zelt stellt sich bei den Doc-Trotters
an. Alle kommen sie mit schmerzverzerrten Gesichtern und
verbundenen Füßen zurück. Ich verarzte
mich wieder selbst – wieder mit einem etwas schlechten
Gewissen und der Angst, dass sich meine Blasen entzünden
könnten.
Mit dem schmerzhaften Desinfektionsmittel bin ich ziemlich
sparsam umgegangen.
Im Zelt liegen und faulenzen – ja keinen überflüssigen
Schritt machen. Alles was man mit bloßen Füßen
machen kann (kochen, essen, trinken, schlafen) ist heute
angesagt. Jedes mal, wenn man seine Schuhe anziehen muss,
sind die ersten Schritte eine wirkliche Qual.
Heute räume ich meinen Rucksack aus. Was brauche ich
wirklich noch für die beiden letzten Wettkampftage
(eigentlich ja nur noch ein ernstzunehmender Tag)? Ich
mustere einiges aus und verschenke den Rest, bzw. esse
noch auf, was ich essen mag.
Der Rucksack ist nun um einiges leichter und wird mich
morgen bei der Marathondistanz nicht allzu sehr behindern.
Ich schaffe es tatsächlich, mich um 19:15 Uhr in den
Schlafsack zu zwängen und schlafe kurz darauf ein.
Zur Sicherheit habe ich noch eine „Voltaren 50“ genommen
und schlafe wirklich einigermaßen tief.
Freitag, 14.4.2006 - 6. Wettkampftag
(Marathondistanz)
42,2 km 8´14´´
… und
wieder der gewohnte Optimismus am Morgen und ein gutes
Gefühl vor dem
Start! Kurz nach dem Start entschließe ich mich dazu
ein wenig zu laufen. Das Laufen tut mir gut und belastet
mich eigentlich weniger als das Gehen. Meine Füße
tun zwar anfangs höllisch weh – aber immer noch
besser beim Laufen als beim Gehen.
Der Untergrund
ist ideal um weiterzukommen – sehr
viele Steine, aber zumeist flache, und ein ebener Untergrund,
oftmals von einer Reifenspur geglättet. Immer wenn
ich ins Gehen zurückschalte um einige Schluck Wasser
zu trinken, verfalle ich danach sofort wieder ins Laufen.
Ich passiere CP 1 und CP2 ohne irgendwelche Anstrengungen.
Dann führt der Weg über die riesige Fläche
eines ausgetrockneten Salzsees. Der Wind kommt direkt von
hinten und schiebt kräftig mit. Bei mir kommt ein
richtiges Glücksgefühl auf. Ich halte beide Arme
seitlich vom Körper um möglichst viel Luftwiderstand
zu haben und lasse mich vorwärts treiben. CP3 kommt überraschend
schnell näher – ich halte mich gar nicht lange
auf – wechsle nur die Wasserflasche aus und mache
mich gleich wieder auf den Weg.
Zumeist höre ich nur meine eigenen Schritte,
konzentriere mich auf die nächsten Schlucke Wasser und träume vor
mich hin. Der Vergleich der hinter mir liegenden Strecke mit der vor mir liegenden
versetzt mich in Euphorie! Ich komme in CP4 an und bekomme (entgegen den Angaben
im Roadbook) eine Flasche Wasser. Gleichzeitig die Information: 2,7 km bis
ins Camp!
Ich gieße mir eine halbe Flasche Wasser über
den Kopf und nehme nur ca. 0,75 Liter mit auf den Weg. Das Laufen ist inzwischen
etwas steifer geworden, aber ich trabe locker vor mich hin und bin nach 6 Stunden
14 Minuten relativ frisch im Ziel!
Wie gewohnt trinke ich meine Doppelportion „Refresher“,
esse meine letzten beiden Landjäger und genieße
so richtig das Gefühl, mich am Ende dieser Reise zu
befinden. Ich habe es geschafft! Die 12 km am Samstag werde
ich so oder so schaffen – Zeitvorgabe gibt es für
diese Strecke keine mehr für mich. Ich werde laufen,
wie es meine Verfassung zulässt! Kein Stress, keine
Quälerei – nur ganz einfach auslaufen!
Samstag, 15.4.2006 - 7. Wettkampftag
12,5 km 1´25´´
Schon beim Loslaufen
wundere ich mich über meine schweren, schmerzenden
Füße. Überhaupt
scheint heute alles etwas zäher zu laufen. Spielt
sich eben alles im Kopf ab, mein Junge – und du hast
gestern bereits abgeschlossen!
Da ich weiß, dass die ersten 5 – 6 km
noch gut zu Laufen sind, danach aber die Dünen anfangen, zwinge ich mich
zu laufen. Es geht zwar zäh, aber es geht.
Gefühlsmäßig bin ich jedoch relativ
weit hinten – was soll´s. Als ich in die Dünen komme versuche
ich möglichst kräftesparend zwischen Laufen und Gehen zu wechseln.
Das geht hervorragend, ist allerdings nicht sehr effektiv. Immer wieder werde
ich von anderen überholt, ohne selbst sehr viele Kollegen zu überholen.
Da ich weiß, dass die Dünenetappe nur 5 km ausmacht, ist mir das
ziemlich egal.
Nach 1 Stunde und 25 Minuten sehe ich das Ziel vor
mir und trabe gemütlich darauf zu.
Total …………. Diesmal
sind ziemlich viele Leute da, die den Finishern zujubeln. Müssen wohl
einige Angehörige und Bekannte der Läufer sein, die extra angereist
sind. Im Ziel empfängt mich Patrick Bauer, der es sich nicht nehmen lässt,
jedem Läufer die Medaille persönlich um den Hals zu legen.
Von Weitem winkt mir Ignatios – he komm her – ich
bin schon da. Er strahlt und ist ebenso glücklich wie ich im Ziel zu
sein. Hinter mir kommt noch Christian aus unserem Zelt und wir fallen uns in
die Arme und gratulieren uns gegenseitig.
Im Zielraum werden noch die Busnummern für die
Rückfahrt verteilt. Ignatios hat die Bus Nr. 9, Christian und ich die
Nr. 11. Wir lassen uns unsere Lunchpakete aushändigen
und wollen nun nur weg aus dem Rummel. Bei den Bussen ist noch niemand und
wir verstauen erstmals unsere Rucksäcke und reservieren uns einen Platz
ganz vorne.
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