Aktuelles/News

jjj

 

 

Tagebuch MdS 2007

Tag 2

 

Samstag, 24.03. 2007
der Tag vor dem Sturm


Die erste Wüstennacht war saukalt - zu kalt um nur mit der kurzen Hose bekleidet im Schlafsack zu liegen! Irgendwann bin ich aufgestanden und habe die Tight und ein T-Shirt angezogen. Danach ging`s besser.

Zelt 55

Als wir am Vorabend das Zelt bezogen, war Wolfgang bereits da und hatte seinerseits drei Freunde mitgebracht. Die Belegschaft von Zelt Nr. 55 ist somit komplett. Acht Personen, die für die nächsten 8 Tage eine Zeltgemeinschaft bleiben werden. Jeder hat sich seinen Platz ausgesucht und bei dieser Einteilung wird es bleiben. Brigid (schon letztes Jahr im Nebenzelt mit dabei), Wolfgang, Kai, Matthias und Christian aus Deutschland, Ignatios und Marcel aus der Schweiz und ich.
Es wird sich schon bald herausstellen, dass wir eine "super Truppe" sind!

Administrative, technical and medical inspection

Der heutige Tag ist der Kontrolle der Ausrüstung durch die Kommission, sowie der ärztlichen Check’s durch die „Doc-Trotters“ vorbehalten.

Zuerst ist aber DIE Entscheidung zu treffen: was geht zurück nach Quarzazate und was schleppe ich nun eine Woche mit? Warme Kleidung oder nicht, mehr als die Pflichtration von 2.000 kcal pro Tag, eine oder zwei Unterhosen, wie viel Paar Socken? Unter dem Aspekt der Gewichtsminimierung fallen mitunter Entscheidungen die in der Wüste bitter bereut werden!

Schwerbeladen mit sämtlichen Gepäcksstücken begeben wir uns zur angegebenen Zeit in die großen Zelte der Kommission. Koffer und Reisetaschen werden mit Kabelbinder versiegelt und mit unserer Startnummer versehen für den Rücktransport nach Quarzazate bereitgestellt.

Die Kontrolle des Rucksackinhaltes geht sehr rasch von statten. Hat der Rucksack eine entsprechende Größe, verzichten die Kommissäre auf genauere Kontrollen. Prüfungen des Rucksackgewichtes finden nur stichprobenmäßig statt.
Eine detaillierte Prüfung des Rucksackinhaltes kann ja jederzeit während des Bewerbes stattfinden.

Notrakete, Wasser- und „Medical-Card“ werden ausgegeben. Das Abschießen der Notrakete löst eine Suchaktion aus – der Läufer ist definitiv aus dem Rennen – und die gestellt Kaution von 185,00 Euro wird einbehalten.
Ohne Wasser- und Medical-Card geht gar nichts! Jede Flasche (des streng rationierten Wassers) wird auf der Karte „geknipst“, jede erforderliche medizinische Versorgung durch die Doc`s vermerkt.
Dann stehe ich vor den Doc`s der medizinischen Kontrolle. Sie prüfen das mitgebrachte „medical certificate“ und die EKG-Kurve. Stellen Fragen nach Krankheiten, Allergien und Trainingsweise. Als ich einflechte, dass ich das zweite Mal mitlaufe grinst die junge Ärztin.
„OK – good luck“

Der Rest des Tages vergeht wie schon mehrmals geübt: Rucksack einpacken, auspacken, umpacken.............


das letzte - nicht selbst gekochte - Essen

Abends gibt es noch einmal, aber letztmalig, ein Essen der Organisation. Die Küche ist hervorragend – extra tiefgekühlt aus Frankreich eingeflogen. Wer will kann sogar ein kleines Fläschchen Rotwein ausfassen.

Um in den Genuss dieser Köstlichkeiten zu kommen muss man allerdings zuerst 1 bis 1 ½ Stunden anstehen. Naja – Zeit sich gegenseitig zu beschnuppern und zu raten, welcher von den 35 Nationen der Vordermann in der Schlange wohl angehören mag. Außerdem sind ja auch 100 weibliche Wesen unter den Wartenden – was besonders unsere jüngeren Kollegen aus Zelt 55 interessiert.



Um 20:30 Uhr liegt „unser Zelt“ bereits vollzählig in den Schlafsäcken – stopp – nein, Brigid packt noch ihren Rucksack ein, aus, um ..........

 

 

 

(c) Marathon des Sables
Hanspeter Gunz | A - 6922 Wolfurt | Hofsteigstrasse 23b | hanspeter.gunz@cable.vol.at site: topgate.at