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Anreise
Donnerstag/Freitag, 22./23. März 2007
Etwas
mehr als drei Stunden nur dauert der Flug von Zürich nach
Casablanca. Er vergeht wie im Zeitraffer - angenehm, ruhig,
mit dem obligatorischen Menü und ein bisschen Quatschen
mit meinem Freund Ignatios, dem
"großen Griechen aus der Schweiz".
Schon 2006 haben wir den MdS zusammen "durchlitten" und
danach den Kontakt nicht mehr abreißen lassen. Wir haben
uns gegenseitig einen Grund geliefert, den "Sandmarathon"
dieses Jahr noch einmal zu laufen.
Mit uns fliegen noch Marcel aus Liechtenstein
und Kai aus Deutschland. Marcel,
dessen Frau Irene uns beide mit dem Auto nach Zürich gebracht
hat, ist zweimaliger RAAM-Teilnehmer (2003 4. Rang) und
Inhaber eines 24-Stunden-Höhenmeter Weltrekords mit dem
Bike. Ein Radsportler durch und durch, der für die "Herausforderung
MdS" die Laufschuhe angezogen hat. Kai, der aus dem deutsch-schweizer
Grenzraum kommt und in der Schweiz arbeitet, kenne ich zu
diesem Zeitpunkt noch nicht. Er hat sich mit Ignatios "kurzgeschlossen"
und sich ebenfalls für Zürich Kloten als Start-Flughafen
entschieden. Die royal air maroc liefert uns vier kurz nach
23:00 Uhr pünktlich in Casablanca ab.
Beim
Check-in im dortigen Transitbereich treffen wir auf die
restlichen deutschsprachigen MdS-Teilnehmer, die über München
oder Stuttgart angereist sind. Einige bekannte Gesichter
vom letzten Jahr sind darunter. Masochisten wie wir, die
schon wieder vergessen haben, welchen Tribut die Wüste von
ihren vermeintlichen Bezwingern fordert! Da ist unser Freund
und Zeltgenossen Wolfgang, der Arzt der letztes Jahr vom
ersten Tag an gesundheitliche Probleme hatte. Trotz Magenbeschwerden,
Durchfall und drohender Austrocknung hat er - wie das gesamte
Zelt 60 - bis zum triumphalen Ende durchgehalten. Da ist
auch Anke, die Organisatorin für D/CH/A, die dieses Jahr
ihren 13. MdS laufen wird! Da sind Sandro, Brigid, Sandro
……….. lauter Wiederholungstäter, Unverbesserliche, Unbeugsame!
Kurze
Zeit später sitzen wir im Flugzeug nach Quarzazate. Es ist
Mitternacht vorbei. Zu den ca. 60 Teilnehmern aus dem deutschsprachigen
Raum sind weitere 70 - 80 potentielle Wüstenläufer aus Frankreich,
Italien, Großbritannien, Spanien, .. und wer weiß woher
gestoßen. Der Flug dauert nur etwa 50 Minuten - etwa gleich
lange brauchen wir um die marokkanischen Einreiseformalitäten
hinter uns zu bringen. Geschafft!
Diesmal sind sogar alle Koffer mit uns in Quarzazate eingetroffen.
Welche
Erleichterung bei Ignatios und Sandro, deren Reisegepäck
letztes Jahr erst nach dem Wüstenlauf wieder aufgetaucht
ist! Reisebusse verteilen die Teilnehmer auf die Hotels
der Stadt.
Wir landen im uns bekannten "La Gazelle", einer etwas einfachen,
aber sauberen Karawanserei.
Ist eigentlich egal wo - inzwischen ist es 1:30 Uhr Morgens
und wir wollen nur ins Bett! Ignatios
und ich schnappen uns ein Zimmer und sind 15 Minuten später
im Reich der Träume! Morgens um 5:00 Uhr reißt uns der Muezzin
kurz aus dem Schlaf, aber Sekunden später sind wir schon
wieder weggetreten. Wir schlafen bis sieben Uhr und erkunden
dann etwas die Straßen der Umgebung. Lassen die Eindrücke
der arabischen Welt auf uns einwirken. Wir sind etwas erstaunt,
da es für unser Empfinden, eigentlich ziemlich kühl ist.
Am Bankomat, der uns hier irgendwie unrealistisch erscheint,
besorgen wir Dirham. Frühstück gibt es um acht Uhr. Wir
sitzen im Freien und lassen uns Kaffee, Tee, Weißbrot, Butter
und Marmelade gut schmecken. Die Abfahrt in das Bivouac
ist für 10:00 Uhr geplant. Aber schließlich sind wir hier
in Afrika, da fragt keiner so genau nach der Uhrzeit und
es ist ganz natürlich, dass der Bus erst eine halbe Stunde
später abfährt. Unser Bus formiert sich mit vier weiteren
Bussen zu einem Konvoi, der vorne und hinten von einigen
Geländefahrzeugen begleitet wird und verlässt Quarzazate.
Die erste Stunde im Bus wird noch von Formalitäten bestimmt.
Es gibt Formulare auszufüllen, Wünsche über die Unterbringung
nach dem Wettbewerb zu äußern, etc. etc.
Anschließend wird das Roadbook
ausgehändigt, welches die Streckenführung für die kommenden
Tage enthält. Und für diese Zeit unsere Bibel sein wird!
Nach drei Stunden halten die Busse im Niemandsland an -
Pinkelpause! Mit Schmunzeln beobachten wir "Alten" wie weit
sich einige der "Neuen" entfernen. Das wird sich, wenn die
Füße erst mal schmerzen, noch ändern! Jausepakete werden
verteilt und verzehrt und nach einer halben Stunde geht
die Fahrt weiter. Weitere drei Stunden später verlassen
die Busse die Straße und halten auf einem befestigten Platz. Laut Roadbook haben wir ca. 330 km zurückgelegt.
In der Ferne kündigen Staubwolken das Herannahen von allradgetriebenen
LKWs an. Die Ersten werden gestürmt und entfernen sich
ebenso rasch wie sie gekommen sind. Da wir vereinbart haben,
dass der Erste der im Bivouac ankommt ein Zelt reserviert,
können wir uns nun Zeit lassen. Wolfgang ist schon weg!
Als wir im Camp ankommen erwartet er uns bereits. Zelt
55 ist das Unsere! Es ist Freitagabend, 16:30 Uhr.
Nach beinahe zwei Tagen Anreise sind wir am Ausgangspunkt
unseres Wüstenlaufes gelandet. Wir suchen uns erstmals
einen Platz im Zelt, hauen uns auf den Rücken und legen
die geschwollenen Beine auf unser Gepäck!
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more ...coming soon.....................
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Ich schreibe am Tagebuch und werde es etappenweise online
stellen
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